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Deutschland: Einweihungsplakette der Neen 'Yeshurun' Synagoge in Frankfurt, 1907
Artikelnummer: 0131012

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Beschreibung

Deutschland > Frankfurt: Uniface Einweihungsplakette der neuen "Yeshurun" Synagoge in Frankfurt (am Friedberger Anlage), 1907; in Bronze gegossen; von Karl Goetz; Größe: 49,5 mm x 61.75 mm; Gewicht: 60.85 g. Die Medaille zeigt ein Bild der neuen Synagoge innerhalb der Säulen eines maurisch-aussehenden Portals. Die deutsche Beschriftung oben ist "Neue Synagoge der Jsr.[aelitichen] Religionsges.[ellschaft] zu Frankfurt A[m] M[ain]"; unten auf Hebräisch, innerhalb der Bogen die Beschriftung "Beit Tefila Yeshurun". Am unteren Rand sind zwei Textzeilen, in Deutsch und Hebräisch: in Deutsch, "Eingeweiht am 29 August 1907" und in Hebräisch "Yom Hey Yud-Tet Elul Shnat [unclear] Makom Ohalekha Kahal Adat Yeshurun LP''H" ("Der Fünfte Tag der Woche [Donnerstag] 19. des [Monats] Elul im Jahr [unklar, aber nicht das Jahr"5667"] im Ort von Ihrem Zelt Kongregation von Adat Jeshurun "- die abgekürzten hebräischen Buchstaben am Ende geben eine Kurzform für das hebräische Jahr, wo der Buchstabe für "tausend" fehlt). Karl Goetzs Name wird auf dem Rand eingeprägt. In der Literatur der jüdischen Synagogen in Deutschland ist der Mann, gedachter hier, relativ obskur (und manchmal mit der realen "Neuen Hauptsynagoge" von Frankfurt verwirrt - siehe Punkt 0130982 oben), obwohl seine rabbinische Führung gut dokumentiert ist. Die Einweihungsfeier in 1907 war für den Ausbau der bestehenden Gemeinde, deren ursprüngliche Synagoge "Beit Tefilat Yeshurun" (Haus der Andacht "Yeshurun") in 1852 gegründet wurde (siehe Punkt 0130989 oben); am selben Tag, 29. August 1907, feierte die Gemeinde sowohl einen Abschied Gottesdienst als auch eine Einweihungsdienst für den Neubau (der Abschieds-Dienst bestand aus Psalmen, den Nachmittagsdienst 'Minchah', einer Abschiedsrede von Rabbiner und einem Chor Formatvariante, endend mit dem Gebet "Adon Olam" - siehe "Programm Für Den Abschiedsgottesdienst" 1907). Die Gemeinde "Yeshurun" wurde von Rabbiner Samson Raphael Hirsch gegründet, einem Befürworter der 'modernen' Stream orthodoxen Judentums (die gegen der reformistischen Bewegungen, aber auch gegen politischen Zionismus waren, sahen Zionismus als ein Mittel, aber kein Selbstzweck an sich). In 1851 leitete er eine separatistische Fraktion der orthodoxen Gemeinde und bildete die Gemeinde Yeshurun in Frankfurt; in 1890 folgte ihm Rabbiner Salomon Breuer. Die neue Synagoge Yeshurun mit 2000 Plätzen war die größte Synagoge in Frankfurt, bis sie während der Reichspogromnacht in 1938 zerstört wurde. Der Designer der Gedenktafel, Karl Goetz, ist bemerkenswert für sein großes Portfolio von satirischen Medaillen aus der Zeit des ersten Weltkriegs und in der Zeit der Weimarer Republik; obwohl er während des Dritten Reiches auch Stücke für die Regierung erstellte, attackierten Goetz frühere Werke auch Antisemitismus. Seine Arbeit hier zeigt klare und korrekte hebräische Schrift (im Gegensatz zur Arbeit von vielen Zeitgenossen, die kein Hebräisch sprachen).