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China: 'Jüdische Musikalisch-Dramatische Gesellschaft' von Harbin, Token, ca. 1910-1920er
Artikelnummer: 0130626

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Preis
Verkaufspreis$550.00
Beschreibung

China, Harbin, "Jüdische Musikalisch-Dramatische Gesellschaft", Token (ND), ca. 1910-1920er; keine Markierung; geprägt aus Kupfer; Gewicht: 7,6 g; Größe: 25,5 mm. Vorderseite trägt Beschriftung auf Russisch um Rand (teilweise abgekürzt), "Jud[ische] Mus[ikalisch]-Dramat[ische] Gesellschaft Harbin", mit zwei chinesischen Schriftzeichen in der Mitte, getrennt durch einen Punkt zwischen ihnen; auf Rückseite ein Bild einer gekrönten Figur mit Lyra und Beschriftung auf Russisch "Czar [König] David" - möglicherweise der Name der Gesellschaft. Seltsamerweise ist die russische Schrift auf der Rückseite von rechts nach links auf Hebräische Weise geschrieben. Flache Kanten und Rund. In SS-VZ. Juden begannen in der chinesischen Stadt Harbin in 1899 anzukommen, nach Chinas Erteilung einer Konzession zu Russland, dort einen Bahnhof zu bauen. Die jüdische Gemeinde entwickelte sich dort schnell, vor allem aufgrund des Antisemitismus im zaristischen Russland. Beachtenswert ist, dass die Juden das kulturelle Leben in Harbin entwickelten, so dass in den 1920er die Stadt als "Paris des Orients" und die "Stadt der Musik" bekannt wurde. Quellenvermerken, dass die jüdische Gemeinde von Harbin einen jüdischen Kulturverein gründete, bekannt durch seine Abkürzung "Yilmadag" (ähnlich klingenden zu den Abkürzungen auf diesem Token), mit vorgestellten Vorlesungen in Russisch und Jiddisch, schauspielerischen Aufführungen und Musikabenden. Dieses Token ist wahrscheinlich mit den Aktivitäten von Josef Kaspe verbunden, dem Besitzer des Harbins Premier und luxuriösen "Hotel Moderne", das viele musikalischen und dramatischen Produktionen der Stadt aufgenommen hat; sein Sohn, Simon, war ein begnadeter Pianist, er wurde in 1933 von antisemitischen weiß-russischen Elementen entführt, als Geisel gehalten und ermordet. Von Harbins jüdischen Erbes sind vielleicht die bekanntesten ehemaligen Bewohner die Eltern von Israels ehemaligem Premierminister Ehud Olmert.